Zum Ausgang
Ich verlasse das Zimmer und gehe den Gang entlang. Meine Ballerinas machen auf dem hellgrünen Linoleumboden keine Geräusche.

Am Ausgang muss ich den grünen Kittel ausziehen und ihn in einen der Eimer werfen. Damit ich die Hände frei habe, hänge ich meine Tasche an einen Haken an der Wand. Ich sehe sie an und bemerke, dass sie genau auf der Höhe hängt, wo die Brust eines lieben Menschen wäre, stünde er vor mir.



Ich lehne mein Gesicht in die Tasche. Und hänge mein Gewicht an den Haken. Er hält. Ich kann nun endlich weinen. Vergesse alles andere um mich herum und schluchze wie ein kleines Kind in meinen Brustkorbersatz.

Eine Hand streichelt meinen Rücken. Ich schaue auf. Eine ältere Dame steht neben mir und tätschelt mir die Schulter. Sie ist gerade dabei, sich einen von den grünen Kitteln anzuziehen. "Sie sind nicht allein. Ich muss jetzt auch "Tschüß" sagen gehen." sagt sie.

Wir nehmen uns in den Arm.
Drücken uns ein mal.
Dann lassen wir los.

Wir lassen los.

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cabman, Montag, 26. August 2013, 23:07
Ich denke an Dich.

herzbruch, Dienstag, 27. August 2013, 01:02
mitgeweint. mitgedrückt.

kristof, Dienstag, 27. August 2013, 15:32
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jammernich, Dienstag, 27. August 2013, 15:43
:-(

sturmfrau, Dienstag, 27. August 2013, 18:08
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colloredo, Dienstag, 27. August 2013, 19:32
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kelef, Dienstag, 27. August 2013, 19:33
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berenike, Mittwoch, 28. August 2013, 18:12
Sie sind nicht allein.
Genau.

bluetenstaub, Samstag, 12. Oktober 2013, 17:00
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