Dienstag, 5. Oktober 2010
Jaja, deine Mudder.
Kaum bist du aus der einen Scheisse rausgekrabbelt. Hast all deine Federn geputzt und geordnet. Kommt der Nächste. Und kippt eine Tonne Mist über dich. Grundlos.

Und alles was du denken kannst.
Ach, Imprägnierspray vergessen.

Vielleicht messe ich den falschen Dingen zu viel Beachtung bei.
Vielleicht messe ich den richtigen Dingen zu wenig Beachtung bei.

Ich habe beschlossen, meine Ignoranz weiter auszubauen. Menschen zu ignorieren, die eigentlich nur Probleme mit ihrem runzeligen Selbst haben. Und immer nur draufdreschen können, weil sie sonst nicht wissen, wo sie hin sollen. Mit ihrem Schmerz. Der so gar nichts mit mir zu tun hat. Das ist alles so hilfreich wie ein Furz im Raumanzug. Ich lasse mich nicht mehr mit LangeWeile langweilen. Keine Zeit.








[offen bleiben!]


[Wär nett, aber ich glaube nicht mehr daran.]

Vielleicht sollte ich für den Rest des Jahres ganz bei mir bleiben. Und mich nur hin und wieder Karlsson hingeben. Der so gar keinen Druck ausübt. Auf mich. Und auf all das. Und wenn das bedeutet, dass ich für immer JimiHendrix, BoDiddley und was weiss denn ich, wer im letzten Jahrhundert alles verstorben ist, hören muss. Dann ist mir das auch recht.

VoodooChild instead of CherryBlossomGirl.
Ich mach da mit. Ich bin dabei.
Was hab ich zu verlieren.


Sterben kann ich auch im nächsten Jahr noch.

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Sonntag, 3. Oktober 2010
Wort zum Sonntag
Nur zu gern würde ich all mein Hab und Gut auflösen.
Und anschliessend mich selbst.

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Sonntag, 3. Oktober 2010
TVTipp
Morgen, am Sonntag, ist Märchentag auf 3sat. Und sie zeigen um
19:10 Uhr den zauberhaftesten Stop-Motion-Film, den ich kenne.
[Die Katze! Die Ente! Die Elster! Das a l l e s!]

Nicht verpassen: Peter und der Wolf


[Boys like Peter are not afraid of wolves...]

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Dienstag, 28. September 2010
Ich kann tote Menschen sehen
Nachdem ich janun nicht mal den Jimi live gesehen habe, weil ich zum Zeitpunkt seines letzten Auftrittes minus 8 Jahre alt war und sich noch nicht mal meine Eltern kannten. Ich sowas aber schon mal gefragt werde und ernsthaft beantworten muss. Erzählte ich heute meiner Kollegin eine kleine Episode, in der die SexPistols vorkommen; lehnt sich mein Kollege seufzend zurück in seinen Bürostuhl und sagt: "Aach, ich weiss noch genau was das für ein schlimmer Tag war, als ich erfuhr, dass Sid Vicious tot ist. Da kann man sich immer genau erinnern, was man so gemacht hat. An so Tagen. ---- Wissen Sie noch, was Sie an dem Tag gemacht haben?!" fragt er mich anscheinend etwas gedankenverloren. Und ich versuche ruhig zu bleiben und sage: Ja, ich weiss noch, was ich an dem Tag gemacht habe. An dem Tag habe ich gezahnt!


[Notetomyself: Vielleicht siehst du in letzter Zeit älter aus, als du denkst. Vielleicht solltest du mal eine kleine Feuchtigkeitsmaske essen. Oder zwei.]

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Sonntag, 26. September 2010
Alles vergessen
Nun ist es ja so. Immer dann. Wenn man versucht nichts liegen zu lassen. Lässt man etwas liegen. Vielleicht sollte man sich auch mal mehr Zeit nehmen. Für so einen geordneten Rückzug. Also vielleicht 0,6 Sekunden; vielleicht.

Dann hätte man auch zum Beispiel die vermaledeite Brille mitgenommen, die man zum ausgehen abgenommen hatte und ohne die man nun tagsüber nur noch verkniffener dreinblickt.

Als er mich zurückruft und ich mich mit Ich kann nichts sehen! melde, müssen wir beide lachen und ich spüre, dass wir immer noch gleichauf sind. Keiner an Augenhöhe verloren hat.


Ich bekomme einen Kfee und meine Brille zurück. Und er fragt mich, was ich wohl von Jimi Hendrix halte. Und ich frage mich. Ob er wohl schon wieder vergessen hat wie alt ich bin. Er zeigt mir ein paar Videos. Und er fragt mich mittendrin ob ich dieses oder jenes hören würde. Das BoDiddleyRiff zum Beispiel. Und alles was ich höre, ist die Begeisterung in seiner Stimme. Hör dir das mal an. sagt er und startet einen 10 minütigen Konzertmitschnitt. Und dann sag mir, was es mit dir macht. Nebenbei erklärt er weiter. Irgendwas mit Eric Clapton und Pete Townshend. Und ich klebe an seinen Lippen und kann mir ganz genau gar nichts davon merken.

Ich bin froh, dass er nicht noch einmal fragt, was das alles mit mir macht, als das Video vorbei ist. Denn es macht tatsächlich etwas mit mir. Und ich glaube. Er wollte es gar nicht wirklich wissen. Er wollte nur. Dass ich auf mich achte. Ich presse ein paar Tränen nach innen. Weil ich langsam zu begreifen beginne. Was es ist. Was mich anzieht. Mich hält. Was ich vermisse. Und vermisst habe. All die Jahre entbehrte.

Als er mich zum Abschied küsst.
Fühle ich mich gut. Und ich bin dankbar.
Für das Geleit. Auf dem Weg zu meinem Selbst.

Irgendwann bin ich dann da.
Und dann. Kann ich überall hin.

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Ich nicht
Und als wir da so sitzen. In der Cobra. Auf den TanzflächeSesseln. Und mein Herz aufgeht, als der DJ einen meiner derzeitigen LieblinXsongs spielt. Sieht er mich grinsend an. Und fragt. Ob er mich auf Joe Strummer gebracht hat. Und ich lächle zurück und nicke nur. Denn das ist die Wahrheit.



Er möchte aber lieber gehen. Sagt er. Und schultert seine Jacke.
Er verbinde zu viele Erinnerungen mit dieser Musik.

Dann geh doch schon rüber. Will ich sagen. Tue es aber nicht.
Ich schliesse die Augen. Öffne mein Gehör. Bleibe bei mir.
Bastele meine eigenen kleinen Erinnerungen.

Als ich die Augen wieder öffne.
Sitzt er noch immer neben mir.
Warum weiss ich nicht.

Die 14 Jahre trennen uns nicht.
Uns trennt das Leben.

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Instead of Passionsspiele
Ich trage einen 22€-teuren Stempel am Handgelenk.
Und eine Frangipanibluete im frisch gefärbten Haar.

An der Freiheit bleibe ich kurz stehen. Aber da ich schlendernde Touristen ohne Ziel auf den Tod nicht, Sie wissen schon. Rase ich weiter. Mit dem Mann am Ärmel. Stammbar. NichtsosehrStammbar. ÜberhauptkeineStammbar.

Bis hin zum Sorgenbrecher.



Da sitzen wir also. Als ich merke.
Dass es kein wir [mehr] gibt.

Wie schnell ich manchmal gehen kann.
Also aufstehen, alles anziehen, weg.
Vom Null auf Adios in 0,3 Sekunden.

Ich kann gar nicht fahren.
Dennoch finde ich mich in meinem Auto wieder.
Sitze. Zittere. Und lasse ein paar heissen Tränen ihren Lauf.

Hätte ich gewusst. Wohin ich gehen kann.
Hätte ich gewusst, wer mir öffnet. Wenn ich mitten in der N8 vor der Tür stehe. Mich ohne gross zu fragen hereinlässt. Die Bettdecke lupft. Mich lieb hält. Und einfach nur da ist. Für mich. Und für all das. Hätte ich gewusst, wer das für mich tut.

Wäre ich nicht nach Hause gefahren.
Hätte ich gewusst, wer mich nimmt.
Läge ich in einem Arm.
Und nicht hier.
Im Nirgendwo.
Im Nichts.

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Samstag, 25. September 2010
Bitte warten Sie 10 Jahre
Nachdem ich diese Dokumentation und 1 weitere über Christian Stückl sah,
bin ich fast etwas betruebt darüber, dass ich DA nicht 1fach mal hingefahren bin.

Klingt komisch; ist aber so.

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Freitag, 24. September 2010
Heute vor 2 Jahren
Gerade war das Minipurrmeow doch noch ganz klein?!



Was für 1 Geschenk ...♥♥!

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Donnerstag, 23. September 2010
Tag 918
Die Freundin von Dominic Raacke ist 28 und ich mache jetzt Wochenende.

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Dienstag, 21. September 2010
Lektionen lernen

[DeVilla's Streetview]


[DeVilla als Anstecknadel. Kann man ja auch mal machen.]


[Nicht immer gleich hinschmeissen. Immer weitermachen.]


[Jetzt schreiben die mir es schon auf meinen Weg.]


Ich lebe.
Gerade noch so eben.
Aber eben gerade noch so eben.
Am leben.

So bin ich ohne dich.
Ich.

°

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Sonntag, 19. September 2010
Flach liegen
Die Mitbewohner erklären sich solidarisch.
Wir machen. Quasi ganz genau gar nichts.



Und dann. Denke ich. Wenn sich nicht bald etwas verändert, dann wird sich nichts verändern. Und dann denke ich. Dass auf nichts Verlass ist. Ausser aufs Verlassen. Und dann denke ich weiter. Dass man mit Temperatur mal grade gar nicht denken sollte.

Denke ich.

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